Wednesday, June 10, 2015

Die komische Clutch und viele Lieblinge


Ich bin mittlerweile eine relativ vernünftige Einkäuferin geworden. Ich unterscheide zwischen Dingen, die ich brauche und Dingen, die ich nicht brauche, aber dennoch gerne hätte. Da werden dann Listen angefertigt, die nach und nach abgearbeitet werden. Auf der "schön, aber unwichtig"-Wunschliste mache ich so gut wie nie ein Häkchen. Das ist nachhaltiger und es schont den Geldbeutel.
Manchmal gelüstet es mir dann aber nach Quatsch-Käufen. Nach absolut sinnlosen Trendteilen, über deren Kurzlebigkeit ich mir durchaus bewusst bin. 
Damit dieser kleine Spaß nicht vollkommen ausartet, beschränke ich mich dabei fast ausschließlich auf Accessoires - denn da darf es gerne mal knallen! 
Deshalb landete dieses heiße Teil von Skinnydip London erst auf dem Wunschzettel und dann letztendlich doch im Warenkorb. 
Macht sich als Farbtupfer ganz gut, oder? 

 


Diese beiden wunderschönen Ketten stammen von Sophia Zarindast und MALAIKARAISS - Lieblingsdesignerinnen für immer <3

 




xxx Anna

Tuesday, June 2, 2015

Ich bin Feministin.


Ich bin Feministin.
Unbewusst schon lange, aber erst vor ein bis zwei Jahren habe ich langsam angefangen, diese Überzeugung auch bewusst nach außen zu tragen. Warum ich das vorher nicht konnte? Weil ich keinen Plan hatte, was Feminismus überhaupt ist und inwiefern es ihn heutzutage noch gibt. Der Begriff hatte für mich ein angestaubtes 70er Jahre-Image und den einzigen prominenten Menschen, den ich damit in Verbindung brachte, war Alice Schwarzer. Alles klar, Feminismus braucht kein Mensch, aber starke Frauen und Rechte für ebendiese sehr wohl! Für Gleichberechtigung, Selbstbestimmung, Menschenwürde und gegen jegliche Form des Sexismus – klaro! Aber sobald das F Wort auf den Tisch kam, wurde es mit einer abschätzigen Handbewegung wieder weggefegt: „Nee, als Feministin würde ich mich jetzt nicht unbedingt bezeichnen...“

Dass das alles Quatsch mit Soße war und ich mich bloß nicht von dem klischeebehafteten Terminus lösen konnte, wurde mir bewusst, als ich nach und nach davon Wind bekam, dass sich im Netz verdammt viele kluge, ultracoole Frauen tummelten, für die die Bezeichnung „Feministin“ etwas ganz Selbstverständliches war. Irgendwie geriet das Thema dann wieder in den Fokus der Öffentlichkeit (oder zumindest in den Fokus der Medien, die ich konsumierte) und Blogger fingen an, sich ganz vorsichtig und am liebsten unter dem weichgezeichneten Begriff „Girlpower“ (den ich auch großartig finde – keine Frage!)) über Feminismus auszulassen.
Lange Rede, kurzer Sinn: ich fühlte mich plötzlich gar nicht mehr so „vorbildlos“, sondern Teil einer Bewegung, zu der ich mich seitdem (mehr oder weniger) lautstark bekenne. Yay!
Und bis vor ein paar Wochen war ich auch noch der Meinung, dass es unmöglich schlaue Mädels geben kann, die Feminismus ablehnen – schließlich wollen wir alle nicht anders behandelt werden, nur weil wir eine Vagina haben. Falsch gedacht. „Das braucht doch heutzutage niemand mehr.“ „Das Thema haben wir schon so oft durchgekaut, dass es mich langweilt.“ „Ist doch alles super, so wie es ist.“ Das waren ein paar der Aussagen, die ich in letzter Zeit so zu hören bekam.

Nur weil du dich nicht von Sexismus angegriffen fühlst, heißt es nicht, dass da draußen alles okay ist.


Der Grund warum ich diese Thema überhaupt anspreche, ist folgender: vor ein paar Wochen war ich in Bochum im Bahnhof Langendreer bei einer Diskussion mit Anne Wizorek und Stefanie Lohaus zum Thema Antifeminismus. Und ich glaube es war Anne, die sagte, dass eine große Gefahr darin besteht, dass wir, aus Angst etwas falsch zu machen, gar nichts machen. Word. Ich hätte gerne etwas mehr Ahnung von der Thematik, aber es ist klar, dass man sich so etwas nicht über Nacht aneignet. Ich hab’ jetzt nicht mehr das Gefühl, mich rechtfertigen zu müssen, wenn ich mal Shopping Queen gucke oder meinen Papa anrufe, damit er mir meine Regalbretter an die Wand schraubt.
Vorwürfe, dass mein Verhalten kontrovers sei (von Leuten, die sich nicht die Bohne um Feminismus scheren!) gehen bei mir von jetzt an links rein und rechts wieder raus. Irgendwo muss man ja anfangen und den Feminismus gibt es ja bekannterweise eh nicht.
Und wenn mich mal wieder jemand mit belustigtem Gesichtsausdruck fragt , warum ich mich denn bitteschön als „Feministin“ bezeichne, dann sage ich: „Genau darum! Damit du Dösbaddel mich fragst, warum und ich dir dann in aller Ausführlichkeit meine Argumente um die Ohren klatschen kann!“ Gracias.


Und da ich für diesen Auftritt noch einen Kampfanzug brauche (und wir uns hier ja schließlich auf einem Fäschnblog befinden) gibt es obendrauf noch ein paar materielle Kleinigkeiten, mit denen das Ganze noch ein klitzekleines bisschen mehr Spaß macht.




v.r.n.l
T-Shirt von A.P.C.
T-Shirt von être cécile
Kette von Tatty Devine
T-Shirt von  Freebird Apparel UK via Etsy


xxx Anna

Saturday, May 23, 2015

Von Kakteen, norddeutschem Schietwetter und der Rückkehr des Pullunders


London, Paris, New York? Pah, für mich gibt's nur die eine große Liebe: Hamburg. Und auch wenn es die Hansestadt nicht immer so gut meint mit dem Wetter, kann man einen regnerischen Maitag gerne mal für ein Stündchen vom Sofa ins Grüne verlagern - zum Beispiel in den botanischen Garten im Planten un Blomen. Der Eintritt ist frei, es ist warm und Inspiration für die heimische Fensterbank gibt es zuhauf! (Ich brauche mehr Kakteen. Und Sukkulenten. Und warum blüht mein Kaktus eigentlich nicht auf?!) Wenn der Herzjunge dann zufälligerweise Biologie studiert, kann man in dem Laden auch noch was lernen (oder sein Wissen bestaunen und nichts verstehen). <3

Das beste Outfit für unbeständiges Frühlingswetter? T-Shirt + langer Pullunder + Blazer + wetterfeste Jacke (die ich aus ästhetischen Gründen auf den Fotos weggelassen habe). Dazu eine enge Jeans, Schnürschuhe und voilà - man muss sich weder um Schweißausbrüche, noch um Kälteattacken Sorgen machen. Funktioniert zumindest bei mir ganz prima! 
Ich verstehe auch gar nicht, wohin Pullunder in den letzten zehn Jahren verschwunden waren. In der Grundschule hatte ich mindestens vier ärmellose Strickwunder im Schrank und dann wurden sie plötzlich so uncool wie Trekking-Sandalen oder Scout-Rucksäcke. Tja, ich bin auf jeden Fall froh, dieses Teil aus der H&M Studio Collection mitgenommen zu haben - auch wenn ich damit nicht ganz so chic aussehe wie Audrey Tautou








xxx Anna

Thursday, May 7, 2015

yes way rosé


Ach, ich weiß auch nicht was los ist. Vielleicht ist es der Frühling oder die aktuelle Kollektion von COS oder die Einsicht, dass ich das mit dem monochromen Kleiderschrank nicht so gebacken kriege. Auf jeden Fall spaziere ich momentan mit einer rosaroten Brille durch's Leben und stecke Dinge in meinen virtuellen Einkaufskorb, für die mir mein früheres Ich eine gewischt hätte. 
Vielleicht hole ich jetzt diese "Ich-bin-ein-Mädchen-und-alles-muss-rosa-sein"-Phase nach, die damals komplett an mir vorbeigegangen ist. 
Zudem habe ich festgestellt, dass Farben doch gar nicht so uncool sind - man muss sie nur richtig einsetzen. Zu den Leuten, denen ich meine neugewonnene Erkenntnis verdanke, gehören zum einen die Mädels von A Beautiful Mess und zum anderen die liebe Sophia Zarindast, Schmuckdesignerin aus der schönsten Stadt der Welt. "Calypso" heißt ihre aktuelle Kollektion und im Online-Shop findet ihr ein Lieblingsteil nach dem anderen, wie die hübschen Ohrringe "fittonia", die ihr oben in meinem Collagen-Meisterwerk sehen könnt (Und es wird gemunkelt, dass der Shop bald um einige schöne Schmuckstücke ergänzt wird...) 
Man merkt einfach sofort, dass hinter den Designs verdammt viel Persönlichkeit steckt - was vermutlich auch der Grund für meine überschwängliche Begeisterung ist. Ich habe höchstens zwei Minuten mit Sophia geschnackt und sofort das Gefühl gehabt - jo, die ist mit Leidenschaft bei der Sache. 
Den Instagram Account der Hamburgerin kann ich euch übrigens auch wärmstens ans Herz legen! Hin da! <3 





Ohrringe von Sophia Zarindast
Schultertasche von PB0110
Vans via Zalando
T-Shirt von COS
Sonnenbrille von Mint & Berry


xxx Anna









Saturday, April 11, 2015

Instagram-Rückblick // Von der ersten Kugel Eis, einem neuen Haarschnitt & schicken Schühchen


Hier ist es in den letzten Wochen mal wieder ziemlich still geworden. Woran das liegt? Arbeit, Uni, eigene Faulheit, mangelnde Motivation und tausend andere Dinge, die mich mehr interessiert haben. Ich bin aber nicht völlig in der Versenkung verschwunden und sende euch hiermit ein kleines Lebenszeichen - hallo, ich bin noch da! 

Um den seichten Einstieg in die Blogosphäre zu meistern, beginne ich heute mit einem harmlosen, semi-interessanten Instagram-Rückblick, der natürlich überhaupt nicht erzählt, was ich so getrieben habe. Hauptsache die Fotos sind schön!

Voilà - ich habe meine Bude umdekoriert eine neue Frisur. Außerdem bin ich momentan ziemlich rosa unterwegs.
Mein erstes Eis habe ich bei Regenwetter gegessen und Ostern habe ich mit den coolsten Schlappöhrchen der Welt verbracht <3
Die ersten Sonnenstrahlen wurden direkt dazu genutzt, meine neuen Treter von Peperosa auszuführen. Hübsch, nicht? Ewig habe ich nach schönen, flachen Schnürschuhen gesucht und dieses Paar erfüllt alle Kriterien! ¡Muchas gracias!




xxx Anna

Monday, March 23, 2015

spring fling


Gestern habe ich im Park einen Haufen blass-violette Blümchen aus dem Boden sprießen sehen und da wusste ich - jetzt geht's los! Wir können uns so langsam von unseren dicken Pullis und Wintermänteln verabschieden und sie gegen luftige Blusen, Übergangsjacken und offene Schuhe eintauschen. 
Knöchelfreie Jeans, Leinenhemden und luftige Tücher gehören für mich zum Frühjahr wie Zitroneneis im Becher. Dazu hätte ich dann gerne ein Paar schwarze Clogs und diese schnieke Uhr, auf die mich eine liebe Freundin aufmerksam gemacht hat - die omnipräsente Daniel Wellington Uhr in schöner <3 UND die Firma hat ihren Sitz in Münster. Das ist ein Bingo! 



Jeans von Closed
Halstuch von & other stories
Leinenhemd von Hessnatur
Clogs von Swedish Hasbeens
Tasche von & other stories
Uhr von Kapten & Son 

xxx Anna

Friday, March 13, 2015

The Seventies - der Mega-Trend


Photo credits: & other stories; MALAIKARAISS; vogue.de // Sandalen via asos; Wildledermantel von Mango


Sie sind überall - hier in Form von Schlaghosen, dort in Form von Wildlederhemden, woanders in Form von Wallemähnen mit Mittelscheitel: die Modewelt lässt die 70s volle Lotte wieder aufleben.
Naja, so ganz neu ist das ja nicht wirklich, mag manch einer vielleicht meckern, aber das Schöne an den Trends vergangener Jahrzehnte ist, dass sie sich jeder zu eigen machen kann. Die Siebziger waren nämlich mehr als nur Hippie, Schlagjeans und Blumen im Haar. 
Bunte Prints, Miniröcke, Maxiröcke, Plateauschuhe, ausgestellte Capes und Mäntel, Hotpants, Patchwork, auffällige Hüte, Unisex-Kleidung, Fransen, minimalistische Hosenanzüge, Military-Jacken, aber auch die Punkbewegung erlebte in den 70ern ihren Aufschwung. Was heißt es also, wenn wir sagen "die 70er sind wieder da"? Eigentlich nicht viel, denn die Zeit war ein modisches Potpourri mit Einflüssen aus aller Herren Länder (Hallo, Globalisierung!), eine Zeit, deren Jugend sich "Freiheit" dick und fett auf die Fahne geschrieben hatte.
Vielleicht ist auch das der Grund dafür, dass diese Trends so überhand genommen haben, denn sie stammen aus einer Zeit, die genau den Gedanken verkörpert, der unser heutiges Verständnis von Mode geprägt hat: alles geht, nichts muss
Jeder kann sich das herauspicken, was ihm gefällt - es gibt keinen vorgefertigten Look, den es zu kopieren gilt.

Ich für meinen Teil möchte dieses Jahr ein bisschen mehr aussehen, wie einem Wes Anderson Film entsprungen: etwas verspielter, etwas aufregender, gerne mit Schlagjeans, mehr Farben und 'nem Bubikragen (#rhyme).

Inspiration gibt es im Netz genug - von hübschen Streetstyle-Menschen, Highstreet-Brands und Designern gleichermaßen.


© Sandra Semburg // © This is Jane Wayne
© Tanzekind // © Maja Wyh
© This is Jane Wayne // © amazed



Jeans von Topshop
Oberteil von H&M
Hut via asos
Rollkragenpulli von Esprit
Boots von Acne 


xxx Anna